Schaltprobleme verhindern ein besseres Ergebnis am Nürburgring

Messkirch sz Im Rahmen der ADAC GT-Masters am Nürburgring sind auch die nächsten Wertungsläufe der ADAC Formel 4 ausgetragen worden. Die 16 Jahre alte Messkircherin Michelle Halder fuhr gut vorbereitet in die Eifel, steigerte sich von Rennen zu Rennen und belegte unter 35 Startern die Ränge 28, 27 und 26. Schaltprobleme in den ersten beiden Rennen begleiteten dieses Wochenende – trotz eines neuen Schaltpodi. Insgesamt betrachtet gab es drei verschiedene Rennsieger mit Mick Schuhmacher, dem Australier Joey Mason und dem Österreicher Thomas Preining. Neben Michelle Halder waren zwei weitere Mädchen am Start.

Die freien Trainingseinheiten verliefen für alle Piloten ohne Zwischenfälle. Da nur 35 Autos gemeldet waren, wurde statt des Qualifikationrennens ein weiteres freies Training absolviert. Michelle Halder sammelte dabei wertvolle Zeit im Auto, denn die fehlende Fahrpraxis nach der langen Verletzungspause ist nicht so schnell aufzuholen. Trotzdem verkürzte sie zusehends ihren Zeitrückstand zu den anderen Teilnehmern. Im freien Training belegte sie die Plätze 34 und 35.

Das Qualifying am Samstagmorgen wurde aufgrund der hohen Teilnehmeranzahl erneut in zwei Gruppen gefahren. Dabei wird die Gruppenzuteilung ausgelost. Die ADAC-Förderpilotin Michelle Halder qualifizierte sich für beide Läufe, am Samstag und am Sonntag als Achtzehnte.

Am Samstagmittag stand der 16. Wertungslauf an. Pünktlich um 14.50 Uhr wurde das Rennen bei besten Wetterbedingungen, gestartet. Michelle Halder kam beim Start gut weg. Vom ersten bis zum letzten Platz wird im ganzen Feld um jede einzelne Position hart gekämpft. Trotzdem gab es ein Rennen ohne Safety-Car-Einsatz. Gegen Rennmitte setzten bei Halder die Schaltprobleme ein, die sie die nächsten 21 Runden begleiten sollten. Trotzdem kämpfte sich Michelle Halder auf den 28. Platz nach vorne.

Das zweite Rennen am Sonntagmorgen fand vor gut besetzten Zuschauerrängen statt. Michelle Halder startete gut aus der 17. Startreihe. Doch dieses Mal gab es einen Safety-Car-Einsatz. Aus diesem Grund konnten die Fahrer nur 19 Rennrunden absolvieren. Michelle Halder hielt sich geschickt aus allem heraus und beendete ihren zweiten Rennlauf an 27. Stelle. Obwohl die Techniker das Schaltpodi überprüft hatten tauchten dieselben Probleme auf wie am Samstag. Halder konnte erneut die Gänge nicht immer sauber einlegen.

Die Rennpause nutzten die Mechaniker, um ein neues Schaltpodi am Lenkrad einzubauen. Sie hatten Zeit, denn bis zum Sonntagspätnachmittag mussten sich die Fahrer gedulden, ehe sie den 18. Wertungslauf der Saison austragen konnten. Auf Grund des Reglements werden die die ersten zehn Startplätze in umgekehrter Reihenfolge nach dem Rennergebnis aus dem ersten Rennen am Samstag aufgestellt. Die restlichen Teilnehmer folgen dann in der Reihenfolge ihres Zieleinlaufs im ersten Rennen. Michelle Halder stand in der 14. Reihe. Sie hatte einen ordentlichen Start und bis zur neunten Runde verlief das Rennen normal. Harte Zweikämpfe gab es auf allen Positionen. Dann krachte es am Ausgang der Mercedes-Arena. Erneut kam das Safety-Car Einsatz. Bei dieser Aktion wurde Michelle Halder bis ans Ende des Feldes zurückgeworfen. Erst in der zwölften Runde gab die Rennleitung das Rennen wieder frei. In verbleibenden sieben Runden arbeitete sich Michelle Halder noch nach vorne – bis auf Rang 26. Michelle Halder war ihr bestes Rennen im 18. Wertungslauf am Nürburgring gefahren. Und auch die Schaltung funktionierte im letzten Rennen perfekt.

Die nächsten drei Wertungsläufe der Formel 4 werden wieder im Rahmen der ADAC GT-Masters ausgetragen: Vom 19. bis zum 21. August in Zandvoort/Niederlande.