Michelle Halder bestreitet vorletztes ADAC Formel 4-Rennen

Beim vorletzten Saisonrennen der ADAC Formel 4 in der Motorsport Arena Oschersleben lief es für Power Girl Michelle Halder nicht hundertprozentig wie geplant. „Wir hatten gehofft, unter die besten 20 zu kommen, am Ende waren es zwei Mal Rang 27 und einmal Rang 22“, fasst die Rennfahrerin aus Meßkirch die Ergebnisse des Wochenendes zusammen. Gänzlich unzufrieden ist sie mit ihrer Leistung aber nicht. „Eigentlich war es ein gutes Wochenende. Wir haben wieder viel  dazu gelernt und insgesamt eine Steigerung erreicht“, zieht die 16-jährige Förderpilotin der ADAC Stiftung Sport positive Bilanz.

Das siebte der acht Rennen, die in der ADAC Formel 4 ausgetragen werden, fand im Rahmen der DTM statt. Tausende Zuschauer sorgten in der Arena für volle Ränge und eine beeindruckende Atmosphäre. „Ich kenne das schon ein bisschen von meinem Bruder, als er Porsche Carrera Cup gefahren ist. Das ist echt toll“, beschreibt Michelle Halder ihre Eindrücke. Die ADAC Formel 4 ist in diesem Jahr nicht zum ersten Mal in Oschersleben zu Gast. Die knapp 3.700 Meter lange Strecke war bereits Austragungsort des Auftaktrennens der neugegründeten Formelserie. „Besonders im Vergleich zum Anfang ist in meinem Fahrverhalten ein deutlicher Fortschritt erkennbar und mit jedem Rennen mache ich wichtige Erfahrungen“, erklärt Halder, worauf es ihr in ihrer ersten Saison in der ADAC Formel 4 in erster Linie ankommt.

Nachdem es beim letzten Rennen auf dem Sachsenring für die junge Fahrerin sehr gut lief und sie schon nah an den Top 20 dran war, wollte sie in Oschersleben an dieses gute Ergebnis anknüpfen. Verschiede Faktoren führten dazu, dass dies nicht ganz gelang. Bereits die freien Trainings liefen anders als geplant und die sympathische Schwäbin musste von Rang 34 in das ersten Rennen starten. „Ich bin gut weggekommen, aber durch einen Kontakt mit einem anderen Fahrer habe ich wieder viele Plätze verloren“, berichtet die ehrgeizige Motorsportlerin. Im zweiten Rennen konnte Halder dann erfolgreich zwölf Plätze gut machen und an 22. Stelle ins Ziel fahren. Der letzte Lauf an diesem Wochenende wurde von anhaltendem Nieselregen begleitet, der einige Fahrer ins Rutschen brachte. „Durch das wechselhafte Wetter waren die Bedingungen besonders am Sonntag etwas knifflig“, erzählt die Meßkirchnerin, die sich in  der Rookie-Wertung derzeit auf Rang 20 befindet.

Als nächstes geht es für Michelle Halder und die anderen Piloten vom 2. bis 4. Oktober auf den Hockenheimring, wo die finalen Rennen der ADAC Formel 4 ausgetragen werden. Der Sender Sport 1 überträgt die Rennen live im Fernsehen.